Medien-Berichte über den Storchenhof Loburg & seine Störche

Themen über den Storchenhof in Loburg, Patenschaften usw.

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Helle
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Medien-Berichte über den Storchenhof Loburg & seine Störche

Beitrag von Helle » 15.03.2005, 13:25

Storchenhof in Anhalt-Zerbst
Freude in Loburg: „Jonas“ und „Staksi“ sind zurück

Loburg (dpa). Doppelte Freude im Storchenhof Loburg im Kreis Anhalt-Zerbst: Mit „Jonas“ und „Staksi“ sind zwei Adebare aus ihrem Winterquartier in Spanien zurückgekehrt. „Beide bezogen ihre angestammten Horste in Loburg und erfreuen sich bester Gesundheit“, sagte Storchenvater Christoph Kaatz gestern der dpa. „Jonas“ war bis zum Streit im Vorjahr mit Sachsen-Anhalts bekanntester Storchendame „Prinzesschen“ liiert. „Staksi“ wurde vor Jahren nach einem Beinbruch auf den Storchenhof gebracht und dort von Mitarbeitern vor dem Tod bewahrt.

„Prinzesschen“ überwinterte in Südafrika und hat daher eine deutlich längere Rückreise. „Sie hat gerade den Äquator überflogen“, sagte Kaatz. Sie werde erst in etwa 35 Tagen zurück in Loburg erwartet. Die Mitarbeiter des Storchenhofes können die Flugroute des Adebars verfolgen, weil er einen kleinen Sender auf dem Rücken trägt. „Jonas“ und „Prinzesschen“ galten als das Traumpaar schlechthin. Im Vorjahr hatte „Jonas“ einer anderen Partnerin den Vorzug gegeben, woran auch wüste Angriffe von „Prinzesschen“ auf seine neue Familie nichts ändern konnten.

Quelle: Volksstimme Magdeburg v. 15.03.05
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Gast

Beitrag von Gast » 28.04.2005, 08:49

Auswilderung hatte ihre Richtigkeit ?

http://www.volksstimme.de/show_fullarti ... egion=Welt

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elmontedream
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Beitrag von elmontedream » 01.06.2005, 12:17

Am vergangenen Sonntag zog es uns mal wieder zum Storchenhof Loburg. Bevor wir dort ankamen, machten wir einen Abstecher nach Ziesar, wovon ich schon ausführlicher im Thread „Andere Horste - Storchennester/Störche anderswo!“ berichtete.

Weiter ging es dann nach Rosian, wo feste gebrütet wurde. Robian war leider nicht zu entdecken.

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Anschließend fuhren wir nach Deetz, denn wir wollten doch unbedingt mal Prinzesschen sehen. Auch dort wurde eisern gebrütet. Leider war aber der Horst von der Straße aus so schwer einsehbar, so dass wir nur ein kleines weißes Fleckchen als Köpfchen von Prinzesschen erahnen konnten.

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Ein bisschen enttäuscht fuhren wir weiter nach Loburg. Unsere Enttäuschung wich blitzartig, als wir am Horst von Novi und Jonas eintrafen. Novi stand ganz vorn zur Straße hin auf dem Nestrand, und neben ihr reckten sich zwei kleine Köpfchen mit offenen Schnäbeln empor. Das war aber auch eine Hitze…. Eine ganze Weile standen wir dort, warteten noch, ob vielleicht Jonas kommen und eine Dusche mitbringen würde… aber er tat uns leider nicht den Gefallen. Also fuhren wir weiter zum Storchenhof.
(Wie wir übrigens später von Frau Herbst erfahren haben, hat Novi sogar fünf Junge – wahrscheinlich lagen die drei kleineren Küken im Nest, während die beiden größeren saßen, wodurch wir sie dann sehen konnten.)

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Auf dem Storchenhof haben wir Helle und Klaus getroffen, die dort mit Frau Herbst die Stellung hielten. Familie Kaatz war nämlich unterwegs. Ein wunderschöner Nachmittag begann…

Frau Herbst berichtete wieder allerlei Interessantes – einfach eine fantastische, so engagierte treue Seele vom Storchenhof… :-)

Wir erfuhren viel über die Hand-Aufzucht von Storchenbabys. So niedlich die Kleinen auch sind, so ist die Aufzucht natürlich auch mit sehr viel Arbeit verbunden, und vor allem… hinter jedem dieser Küken steht ja leider auch eine traurige Geschichte.

Jetzt musste also Frau Herbst für die Kleinen so etwas wie die Ersatzmutter sein. Z.B. war es ja ein sehr heißer Tag und die Storchenküken hechelten stark, versuchten damit ihren kleinen Wärmehaushalt zu regulieren. Also kam hier der Papa in Form von Frau Herbst mit einer Dusche, die die Kleinen auch gierig annahmen. Ich hatte den Eindruck, dass diese Wasserration den Kleinen sehr half, denn sie hörten danach prompt für ein Weilchen mit dem Hecheln auf.

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Wir durften dann mit dabei sein, wie Frau Herbst die beiden im Brutkasten geschlüpften und erst zwei und drei Tage alten Küken fütterte. Die Kleinen purzelten während der Nahrungsaufnahme, die überwiegend aus Regenwürmern bestand, oft um, weil sie ihre Bewegungen noch nicht so richtig koordinieren konnten. Aber sie hauten rein wie die Großen um anschließend dann mit vollem Kropf völlig breit zu sein, und auch sofort einschliefen.

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Dann waren da noch zwei ca. drei Wochen alte Storchenküken in einem Nest und drei ca. vier Wochen alte Küken im anderen Nest, die anschließend ihr Futter bekamen, was schon ein bisschen gröber ausfiel und aus kleinen Eintagsküken, kleinen Fischchen usw. bestand. Das alles war im Nu weg wie null-komma-nix. Ach ja… das Klappern gehört natürlich zum Handwerk der Youngster – als Dank an den Futterspender…:-) Und dann war auch hier erst mal Schlafen angesagt.

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Übrigens befanden sich die Storchenmutter von dem einen Kükennest und der inzwischen wegen einer bösen Verletzung flügelteilamputierte Storchenvater von dem anderen Kükennest in jeweils separaten Volieren nebenan. Zu den –ihren jeweils eigenen- Küken haben sie leider keinen Bezug, da die Küken ja nicht unter ihnen geschlüpft sind. Folglich würden sie die Jungen unweigerlich töten, würde man versuchen, diese den Altvögeln zum Versorgen zu überlassen.

Ansonsten… es war recht ruhig auf dem Storchenhof, da z.Zt. einige Volieren leer stehen. Aber für Bernd gab es dennoch genug zum Fotografieren, denn es gab noch Eulen zu sehen…, der Schwarzstorch Georg war da…, die im Freilauf befindlichen Störche Romeo und Julia, die Kupplerin Karoline und die beiden Kraniche…, Hühner…, Tauben… usw.. Auch (nur) zwei Horste waren besetzt, einer mit Staksi und Eva, die in diesem Jahr leider nur noch ein Küken aufziehen. Keiner weiß, was mit ihren anderen Eiern geschah :-(.

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Wen wir aber leider nicht finden konnten, das waren Siegfried und Gudrun mit ihren sechs Kindern – die haben sich bei der Hitze irgendwo versteckt und kommen erst gegen Abend wieder raus … meinte Frau Herbst ;-). Doch solange konnten wir nicht mehr warten, denn allmählich wurde es für uns nun leider Zeit, wieder nachhause zu fahren. Aber wir freuen uns schon jetzt auf den 18. Juni - wenn wir dann wieder zum Storchenhof Loburg fahren :-)..

Wer noch weitere Fotos (auch von den Küken) ansehen mag, der schau bitte unter:

http://community.webshots.com/user/bdrosien
Ordner: Stoerche 2005 - Loburg und Umland
Ordner: Stoerche 2005 – Aufzucht in Loburg
Ordner: Stoerche 2005 - Storchenhof Loburg
Liebe Grüße von Heidi Bild

Freunde sind wie Sterne. Man kann sie nicht immer sehen, aber man weiß, dass sie da sind.

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Helle
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Beitrag von Helle » 04.06.2005, 07:29

Heidi und Bernd, eure Bilder und Berichte sind einfach immer wieder toll!!!
Ein dickes Dankeschön dafür.

Dies habe ich eben entdeckt:

Nach Eifersüchteleien wurde Störchin Prinzesschen einfach verjagt

Im Storchenhof Loburg wurden seit 1979 1080 Weiß- und 17 Schwarzstörche gepflegt / 80 Prozent aller Horste befinden sich in Ostdeutschland
MANFRED FRIEDEMANN
LOBURG Die oft gestellte Frage von Besuchern, wieviele Störche denn eigentlich derzeit betreut werden, stimmt Michael Kaatz, Biologe auf dem Storchenhof in Loburg (Sachsen-Anhalt), sogar etwas traurig. Denn je mehr "Gäste" er hat, desto schlimmer ist es eigentlich. Denn Hauptaufgabe der Einrichtung sei es, verletzte Störche aufzunehmen, sie gesund zu pflegen und so schnell wie möglich wieder für ein selbstständiges Leben in der freien Natur fit zu machen.

Zur Pflege der Tiere gehören aber auch.....

Hier geht der Artikel vom 03.06.2005 in der Märkischen Allgemeinen weiter
Viele Grüße

Helle

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Helle
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Beitrag von Helle » 04.06.2005, 07:57

und hier noch was vom "mdr Sachsen-Anhalt heute":

Prinzesschen & Co. 2005
Die neueste Attraktion: Busreisen

Folge 4
Noch ist es ruhig unterm Zuhause von Prinzesschen. Die Storchendiva brütet und Ehemann Prinz Erik besorgt das Frühstück. Die beiden ahnen nicht, dass sich mit 80 Stundenkilometern ein sächsischer Reisebus nähert.
Hier gehts weiter

Nochmal zur Erinnerung:
'Jeden zweiten Sonntag zeigt das MDR Landesmagazin (19:00 Uhr im MDR FERNSEHEN über Kabel und Antenne sowie digital per Satellit) die aufregendsten Szenen aus dem Liebesleben der Adebare und begleitet die Loburger Storchenfreunde durch das Jahr.'
Am Sonntag, den 05.06.05 ist es also wieder soweit Bild
Viele Grüße

Helle

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Brit

Super Bilder

Beitrag von Brit » 05.06.2005, 21:19

Danke liebe Heidi und Bernd für Euren tollen Beitrag mit diesen Superbildern. "Besser gehts nicht - gibts nicht" oder wie kann man das noch besser ausdrücken?????

Ich freu mich ganz besonders Euch in nunmehr nicht mehr ganz 2 Wochen auf dem Storchenhof kennenlernen zu dürfen!!!

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Moni
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Beitrag von Moni » 06.06.2005, 07:03

Helle hat geschrieben:Nochmal zur Erinnerung:
'Jeden zweiten Sonntag zeigt das MDR Landesmagazin (19:00 Uhr im MDR FERNSEHEN über Kabel und Antenne sowie digital per Satellit) die aufregendsten Szenen aus dem Liebesleben der Adebare und begleitet die Loburger Storchenfreunde durch das Jahr.'
Am Sonntag, den 05.06.05 ist es also wieder soweit Bild
Danke liebe Helle für die Erinnerung :!:

Es war ein schöner Bericht und wir haben uns sehr über Prinzesschen und ihrem Prinz Erik gefreut, ein tolles Storchenpärchen.

Allen einen Guten Morgen, einen guten Start in die neue Woche und wir
freuen uns sehr , euch alle bald zu sehen und kennenzulernen :)

Viele Grüße
Moni und Kalle

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Holger
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Klapperstorch bringt Klapperstörche

Beitrag von Holger » 13.06.2005, 12:27

Loburg.
Dass Meister Adebar nicht nur einer alten Mär zufolge die Babys bringt, sondern auch selbst welche bekommt, ist rund um Loburg kaum zu übersehen: Der sachsen-anhaltische Storchenhof (Landkreis Anhalt-Zerbst) strahlt förmlich im Glanz des Kinderglücks.

....mehr

© Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 12. Juni 2005[/url][/b]

Dieser Artikel befasst sich aber nicht nur mit Prinzesschen, sondern auch mit Staksi, Jonas und dem Storchenhof.

Sehr lesenswert :!:
Viele Grüße
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Holger

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Moni
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Beitrag von Moni » 13.06.2005, 13:09

Danke Holger, dass du diesen Artikel hier in's Forum gestellt hast.
Ich habe ihn mit großem Interesse gelesen.
Ich wünsche allen Kleinen viel, viel, Glück!


Freud und Leid liegen so nah beeinander.
Die Vetschaubabys, Herbert, Bibi und CleoPa, werden
immer in Erinnerung bleiben!
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"Haben Tiere eine Seele und Gefühle" kann nur fragen, wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.
(Dr. Eugen Drewermann)

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Erika
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Beitrag von Erika » 13.06.2005, 19:57

"Hasengeschichten" - auch eine Lehrstunde!
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Wer Fell statt Federn trägt - auch im Storchenhof Willkommen??
Prinzipiell eher nicht, aber mitunter ergibt es sich, dass auch mal ein Fellträger aufgenommen wird! Das hier abgebildete Kaninchen heißt Alfred und ist das Streicheltier für die kleinen Besucher des Storchenhofes, aber auch die Erwachsenen streicheln mal gern das seidenweiche Fell von Alfred - denn das Streicheln der Störche und Kraniche ist streng verboten!! Die wurden als Wildtiere (verletzt) aufgenommen und bleiben es auch, da wir sie nicht zu zahmen Tieren gemacht haben. Das kann und will sich der Storchenhof nicht leisten, denn die Wildpaare auf ihren Horsten können sehen, wenn die nicht flugfähigen Artgenossen gefüttert werden. Halten die keinen Abstand zu uns, fressen vielleicht sogar aus der Hand, dann lernen unsere Horstpaare, was unter allen Umständen vermieden werden muss: Man kann sich vom Menschen füttern lassen!!
Ersatz ist also ein Kaninchen, und die Enttäuschung ist bei den Kindern dann schnell vorbei. Außerdem kann so sehr gut erklärt werden: Es gibt einen großen Unterschied zwischen Haustier und Wildtier: Die einen darf und soll man liebhaben und streicheln, die anderen unter keinen Umständen anfassen wollen!!
Alfred ist bereits das 3. Streicheltier. Das 1. brachte eine Magdeburger Familie zu uns. Es war schwarz und hatte Hängeohren. Warum sich zwei Kinder von ihm trennen mußten? Es war als Zwergkaninchen gekauft worden und dann zu groß geworden, bzw. das Kinderzimmer zu klein für einen größeren Käfig! Ja, was es so alles gibt!
Das 2. war ein "Zwerg", sehr lieb und zahm. Schwer zu verstehen, dass es wohl ausgesetzt wurde. Es war 4 Jahre bei uns und niemand hat nach ihm gefragt! Aber eines Tages war es tot - und Storchenhof ohne Streicheltier - das geht nicht mehr!
Deshalb bekamen wir Alfred geschenkt - so heißt oder hieß der Züchter, er ist ein paar Tage später gestorben. Das "Häschen" aber erfreut sich bester Gesundheit und bekommt seine Streicheleinheiten - jeden Tag
Viele Grüße von
Erika

Die Eule ist Sinnbild der Weisheit, Möge sie mir bei meinen Einträgen zur Seite stehen!

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