Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Bitte hier KEINE Bilder von Horsten mit Web-Cam posten.

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Ostseestorch
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Re: Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Beitrag von Ostseestorch » 26.07.2007, 22:07

Ein sehr ausführlicher, informativer Bericht über die diesjährigen Weißstorch-Brutergebnisse im Landkreis Ludwigslust!

Viele Grüße
Ostseestorch
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Fünflinge bei Adebar in Brunow

LÜBTHEEN - Im Lübtheener Storchennest ist es in diesen Tagen recht eng. Da machen vier beinahe flügge Jungstörche ihre ersten Flugübungen. Kräftig flügelschlagend halten sie sich einen Meter über dem Nest in der Luft und kräftigen so ihre Muskulatur, bereiten sich auf den ersten Ausflug vor. Bisher haben sie sich noch nicht getraut, das Nest zu verlassen, doch das kann nicht mehr lange dauern. So wie in Lübtheen sieht es in diesem Jahr auf vielen Nestern im Kreisgebiet aus, die Störche werden ihre Nester ein paar Tage früher verlassen als in anderen Jahren. "Dies war zu erwarten, denn wir verzeichneten an vielen Storchennestern eine extrem frühe Ankunft. So belegten die beiden Lübtheener Störche bereits am 29. März ihr Nest. Das war die früheste Ankunft, die wir je für das Lübtheener Nest registriert haben. Mit dieser frühen Ankunft war die Grundlage für ein gutes Brut ergebnis - vier Jungstörche - gegeben", war vom Storchenbeauf tragten des Landkreises Helmut Eggers zu hören.

Störche bezogen in diesem Jahr früh ihre Brutplätze
"Eine solch frühe Ankunft konnten wir auch anderorts belegen und so verwundert es nicht, dass wir immerhin 19 mal vier Jungstörche auf den Storchennestern unseres Kreises erfassen konnten. Das ist auch im Vergleich zu anderen Jahren eine sehr hohe Zahl von Vierlingen."

Besser konnte es nur das Paar auf dem Mast in Brunow: Hier fanden Eggers und seine Helfer fünf Jungstörche wohlgenährt bei der diesjährigen Erfassungstour. Wie der Betreuer Horst Haefke aus Brunow mitteilte, waren auch diese Störche sehr früh, nämlich schon am 26. März auf dem Nest. Diese früh ausgekommenen Jungstörche hatten einen entscheidenden Vorteil, denn sie waren schon groß genug, als der Juni mit all dem Regen kam. Manch Storchennest verwandelte sich in dieser Zeit in eine Pfütze oder gar "Badewanne". Das wurde vielen kleineren Storchenjungen zum Verhängnis, sie unterkühlen und überstehen derartige Witterungsunbilden nicht. Ergebnis ist eine hohe Zahl von Storchenpaaren mit nur einem Jungen, 13 mal konnten das registriert werden...


bitte hier weiterlesen
Schweriner Volkszeitung vom 25.7.2007
Quelle: Schweriner Volkszeitung, 25.7.2007

Ostseestorch
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Re: Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Beitrag von Ostseestorch » 07.12.2007, 20:48

Ostseezeitung vom 7.12.2007.
Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung


Stromleitungen gefährden Störche und Adler

Laut Bundesnaturschutzgesetz müssen Energieversorger Überlandleitungen so umrüsten, dass für Vögel weniger Gefahren bestehen. Die E.ON edis AG hat bereits viel getan, trotzdem kommen Tiere durch Stromschlag um.

Rostock (OZ) Freileitungen der Energieversorger sind für Naturschützer Anlass zur Sorge. Vor allem, wenn Störche, Kraniche oder Schwäne zu Tode kommen. „Wir fanden in Pankelow und Groß Bölkow bei Rostock unter Strommasten dieses Jahr vier tote Störche“, berichtet Hans-Heinrich Zöllick, Landeskoordinator des Arbeitskreises Weißstorch beim Naturschutzbund (Nabu). „Es hat mich wochenlang beschäftigt, ob das zu verhindern gewesen wäre.“ Bisher habe er Endmasten von Überlandleitungen nicht als Unfallschwerpunkt erkannt. Am jeweils letzten Mast würden die Stromleitungen in die Erde geführt. Große Trupps aus „Junggesellen“-Störchen hätten sich solche Masten als Schlafstätten ausgesucht, dabei seien einige wohl beim Starten mit den Schwingen zwischen die Leiterseile geraten. Ein Phänomen, das für den Hobbyornithologen neu ist, der sich seit 40 Jahren der Storchenbeobachtung widmet. „Diese Kabel erkennen die Vögel wohl nicht als Leitungen“, bedauert Hans Hellmuth, Vorstandsmitglied der E.ON edis AG, der sich mit Zöllick zum Gespräch traf. In diesem konkreten Fall schaffte der Energieversorger schnell Abhilfe. An den Masten wurden Stangen angebracht, die verhindern sollen, dass die unter Naturschutz stehenden Tiere sich dort niederlassen. Eine andere Möglichkeit sei, die Leitungen mit Isolierschlauch zu überziehen. Hellmuth überreichte dem Arbeitskreis Weißstorch zudem das erste noch druckfrische Exemplar einer Broschüre über das Engagement des Stromlieferanten zum Schutz bedrohter Vögel. „Wir kümmern uns vor allem um Tiere, bei denen es einen Bezug zu unseren Leitungen gibt“, so Hellmuth. Neben Störchen seien dies Fischadler, Schleiereulen und Großtrappen. „Storchenvater“ Zöllick bescheinigt der Firma, die heute in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg rund 1,2 Millionen Kunden versorgt, „seit vielen Jahren einen sehr ausgeprägten Einsatz für den Vogelschutz“. Ob zu DDR-Zeiten im Energiekombinat, später bei der HEVAG oder in der heutigen Form als E.ON edis – stets hätten Naturschützer in dem Betrieb Unterstützung gefunden, wenn Nisthilfen für Störche oder Fischadler auf Energiemasten anzubringen waren. „Der Weg über die Behörden wäre viel komplizierter gewesen“, sagt Zöllick. Allein seit 2003 befestigte die Firma mehr als 12 000 Vogelschutzhauben, 300 Sitzstangen und 400 Nisthilfen auf Stromleitungen und Masten. Nicht ganz ohne Eigennutz: Geraten keine Vögel in die Leitungen, werden Stromausfälle vermieden.
Viele Monteure helfen auch bei der Vogelberingung. „Es ist einfacher, aus Monteuren Vogelberinger zu machen als Naturschützer zu Freileitungsmonteuren auszubilden“, meint Hellmuth. Das Unternehmen übergab auch 300 alte Trafohäuschen in die Hand von Kommunen oder Naturschützern. Eulen, Fledermäuse, Molche und Igel nehmen sie als Niststätten oder Winterquartiere gut an. Auch Dr. Ulrich Köppen von der Vogelberingungszentrale Hiddensee lobt das Vorgehen von edis im Vogelschutz. „Das ist längst nicht überall so“, weiß der Experte. Laut Bundesnaturschutzgesetz seien seit 2002 aber alle Stromversorger verpflichtet, „ihre Leitungsnetze großvogelsicher“ zu machen. Zöllick sagt, dass Vögel auch vielen anderen Gefahrenquellen ausgesetzt sind. So würden an Windrädern und Leuchttürmen viele gefiederte Gesellen verenden. Neu sei, dass an Autobahnen Störche zu beobachten sind. „Sie suchen dort Nahrung, wahrscheinlich totgefahrene Kleintiere“, meint Zöllick. Allerdings kämen dabei auch Störche ums Leben, weil sie Autos nicht schnell genug ausweichen. „Mit Freileitungen werden wir auf dem Lande jedoch auch künftig leben müssen“, so E.ON-Manager Hellmuth. Aus Kostengründen. „Die Bundesnetzagentur verlangt niedrige Netzkosten, damit der Strom nicht noch teurer wird.“ Unterirdisch verlegte Leitungen seien bis zu viermal teurer als Überlandleitungen. Bei Greifswald und auf Poel habe E.ON edis trotzdem Leitungen als Erdkabel verlegt, um vor allem Schwäne vorm Stromtod zu bewahren.

***

Kein Erfolgsjahr für Meister Adebar
Bundesweit brüten rund 4000 Storchenpaare, die Hälfte davon in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Während in Spanien (30 000 Brutpaare) und Polen (53 000) die Bestände zunehmen, ist der Weißstorch in Frankreich und Holland fast ausgestorben. 2007 war für Adebar kein Erfolgsjahr. „Wir hatten zwar gute Bruterfolge bei Störchen, die zeitig aus dem Süden eintrafen“, sagt Storchenbetreuer Hans Zöllick. Bei den „ Spätankömmlingen“ hätten viele Junge den verregneten Frühsommer jedoch nicht überlebt. Insgesamt wurden in MV 1700 Junge flügge. Im Erfolgsjahr 2004 waren es mehr als 2400. 2007 war das dritte Jahr, in dem nur rund 850 Storchenpaare in MV brüteten. Bis 2004 waren es mehr als 1000. E.E.


ELKE EHLERS

Ostseestorch
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Re: Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Beitrag von Ostseestorch » 16.01.2008, 22:26

Frei fliegende und auf einem Horst landende Störche - diese für Mitte Januar eigentlich sehr untypischen Beobachtungen konnte ich am Wochenende in Marlow (östlich von Rostock) machen. Dort überwintern mindestens vier voll flugfähige, unberingte Wildstörche, offenbar in Anbindung an den dortigen Vogelpark.

Bild

Bild


Viele Grüße
Ostseestorch

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Angie
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Re: Zeitungsberichte über Störche allgemein

Beitrag von Angie » 22.01.2008, 09:10

Zeit für Störche im Heimatmuseum
22. Januar 2008 | von kasp

BOIZENBURG - Gleich die erste Veranstaltung im neuen Vereinsjahr war ein voller Erfolg. Den 35 Boizenburger Museumsfreunden und Gästen wurde nicht zu viel versprochen, an einer Reise mit den Störchen aus ihrer Heimat in den sonnigen Süden teilzunehmen.

Mit seinem Lichtbildervortrag vermittelte der Ornithologe und Storchenexperte Helmut Eggers einen imposanten Einblick in das Leben von Adebar im Jahreszyklus. In seiner über 35-jährigen Betreuungsarbeit im Altkreis Hagenow und nun im Landkreis Ludwigslust und des Amtes Neuhaus hat er die Entwicklung der Storchenpopulation hautnah miterlebt. Immerhin sind es heute über 160 Storchennester im Gebiet, die Jahr für Jahr von ihm und seinen Helfern kontrolliert werden müssen. Heute ist die meist einwöchige Arbeit wesentlich leichter.

hier gehts weiter

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Re: Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Beitrag von Ostseestorch » 15.02.2008, 10:26

Der NABU hat auf seiner Internetseite eine aktuelle Übersicht über die Rückkehr der Störche 2008 veröffentlicht. Besonders aus Bayern wird über eine Reihe von besonders frühen Rückkehrern berichtet:

http://www.nabu.de/m05/m05_03/07771.html

Viele Grüße
Ostseestorch

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Re: Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Beitrag von Ostseestorch » 24.02.2008, 21:17

Die "Schweriner Volkszeitung" hat gestern den vermutlich ersten Rückkehrer in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet (aus Lüssow bei Güstrow):


Der erste Storch ist da.

In Lüssow hat er sich auf seinem Nest gestern Morgen niedergelassen. Bald, so berichtet Hartmut Warkentin, habe er sich wieder von seinem Horst erhoben, vermutlich, um "seine" Wiesen zu inspizieren. "Sonst kommt er immer so um den 10./12. April", sagt der Lüssower, der von seinem Hof aus immer einen Blick auf das Storchenest hat.


bitte hier weiterlesen Schweriner Volkszeitung v. 23.2.2008

Wo der zweite gelandet ist, verrate ich morgen - den habe ich nämlich selbst gesehen und fotografiert... :wink:

Viele Grüße
Ostseestorch
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Re: Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Beitrag von pine » 24.02.2008, 21:52

Ostseestorch hat geschrieben:Wo der zweite gelandet ist, verrate ich morgen - den habe ich nämlich selbst gesehen und fotografiert... :wink:
Viele Grüße
Ostseestorch
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...und wir sind gespannt ! :bash:
Tschöö ... die pine

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Re: Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Beitrag von Ostseestorch » 03.03.2008, 01:09

Auf der Insel Rügen ist in der vergangenen Woche ein auffällig farb-markierter Weißstorch beobachtet und von dem bekannten Natur- und Tierfotographen Rico Nestmann im Bild festgehalten worden. Er stammt aus dem schwedischen Wiederansiedlungsprojekt für Weißstörche (siehe dazu http://www.skof.se/stork, leider nur in schwedischer Sprache) und wird dort mit der Nr. 273 geführt. Über diesen etwa 12jährigen Storch, der im Sommer in Schweden brütet und den Winter regelmäßig an einer Futterstelle in der Nähe von Erlangen verbringt, haben ich vor allem mit Hilfe von Jörg Heyna eine ganze Reihe an Informationen zusammentragen können. Wer sich dafür interessiert, findet unter http://www.stoerche-doberan.de/drupal/node auch Fotos dieses sicher außergewöhnlichen deutsch-schwedischen Storchs, die uns Rico Nestmann freundlicher Weise für unsere Internetseite zur Verfügung gestellt hat.

Viele Grüße
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Re: Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Beitrag von pine » 03.03.2008, 07:59

Danke Ostseestorch für diesen interessanten Beitrag . Möge der Storch gut über die Ostsee kommen .
Tschöö ... die pine

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Re: Storchenland Mecklenburg-Vorpommern

Beitrag von Ostseestorch » 10.03.2008, 00:56

In Langenhanshagen (zwischen Rostock und Stralsund gelegen) wird in diesen Tagen ein ganz besonderer Storch zurück erwartet. Es ist die im Jahre 2000 in Rheinland-Pfalz beringte Störchin "DFR A 277", die als "Laternenstörchin" seit längerem deutschlandweit für Schlagzeilen in diversen lokalen Zeitungen und im Internet sorgt. Michael Modrow, Georg Fiedler und mir ist es jetzt gelungen, den Weg dieser Störchin nachzuzeichnen. Zuletzt sorgte sie in Ostholstein für Aufsehen. Das Besondere ist, dass sie im Winter quer durch Deutschland zieht, im Sommer dagegen regelmäßig Bruterfolg an ihrem Horst in Langenhanshagen hat (2007 wurden 4 Jungstörche groß!). Die Zusammenstellung mit vielen Zeitungsartikeln, privaten Berichten und Fotos über "A 277" gibt es hier.

Viele Grüße
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