Zeitungsberichte über Störche allgemein

Bitte hier KEINE Bilder von Horsten mit Web-Cam posten.

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Holger
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Beitrag von Holger » 15.08.2006, 09:01

Berliner Zeitung vom 15.8.06

Brandenburg

Schön anzusehen und beliebt: In diesem Jahr ließen die Störche nur wenige Nester in Brandenburg unbesetzt. ddp Schön anzusehen und beliebt: In diesem Jahr ließen die Störche nur wenige Nester in Brandenburg unbesetzt.
Störche sorgen für reichlich Nachwuchs
Nach dem Katastrophenjahr 2005 geht es den Vögeln in ihrem Lieblingsbundesland wieder besser

RÜHSTÄDT.
Manchmal lässt sich der Zustand einer ganzen Population an einem einzigen Tier ablesen. Dieses Tier hat keinen Namen, es ist ja ein Storch. Trotzdem ist das Männchen klar identifizierbar, denn der Ring am Bein trägt die Nummer L 107. Vor sechs Jahren wurde L 107 im Nachbardorf Gnevsdorf (Prignitz) geboren. Als der Storchenmann vor drei Jahren geschlechtsreif wurde, bezog er den Storchenhorst auf dem Dach des Besucherzentrums im Storchendorf Rühstädt. Seitdem kommt er immer wieder - Störche gelten als "horsttreue" Vögel. In diesem Sommer zog L 107 in der Saisonehe mit seiner Partnerin vier Junge groß. Im Vorjahr war das Weißstorchpärchen in dem Horst kinderlos geblieben und wieder nach Afrika geflogen.

1 000 Jungtiere mehr

Für Experten gilt 2005 bundesweit als "Katastrophenjahr" oder als "Störungsjahr" bei den Weißstörchen. Besonders deutlich wird das in Brandenburg, dem Lieblingsbundesland der Störche: Dort leben mehr dieser Tiere als in ganz Westdeutschland sowie in Thüringen und Sachsen zusammen. 2005 wurden 1 181 Störche in Brandenburg gezählt, im Jahr davor - dem vielerorts besten Storchenjahr seit dem Krieg - waren es 1 409 gewesen. Der Rückgang bei den erwachsenen Störchen war dramatisch, aber besonders bedenklich war, dass 42 Prozent der Paare keine Jungen bekommen hatten - normal ist eine Quote von 14 Prozent.

Nun hoffen Vogelschützer, dass der Sommer für Störche ein guter Sommer war. Erste Schätzungen weisen darauf hin. Es wird mit 1 300 Brutpaaren und 2 500 Jungtieren gerechnet. Das wären 1 000 Junge mehr als im Vorjahr, als viele Brutpaare erst im Mai mit einem Monat Verspätung aus Afrika nach Brandenburg kamen. Sie waren durch die Kälte auf dem Balkan aufgehalten worden. Für viele war es zu spät zum Brüten oder sie schafften es nicht, ihre Jungen großzuziehen.

"Diesmal wird ein gutes Jahr", sagt Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes (LUA). "Wie gut genau, wird sich erst zeigen, wenn alle Daten der Zählungen ausgewertet sind." Aber es habe viele Storchenpaare gegeben, die fünf Junge großziehen konnten. "Das ist ein Indiz für ein gutes Jahr", sagt Freude. Obwohl der Sommer sehr heiß war und damit das Futter auch für Störche knapp, war doch das Wetter bis zum Juni sehr feucht. "Es gab genug Futter und es wurden nicht viele Jungtiere aus dem Nest geworfen", sagt Freude. Mit dem Rauswurf einzelner Jungtiere reagieren die Störche, wenn das Futter für alle Jungen zu knapp wird.

Im Storchendorf Rühstädt zählten die Vogelschützer im Juni beim Beringen der Störche, dass 33 der 40 Horste besetzt sind. "Von den 33 Paaren hatten 28 insgesamt 81 Junge", sagt Kathleen Awe, Chefin der Weißstorchausstellung im Besucherzentrum. Derzeit leben von den 81 Jungtieren noch 77. "Es wurden nur wenige aus dem Nest geworfen." Im Jahr 2005 hatten nur 17 Paare gebrütet, 34 Jungtiere überlebten. Im Erfolgsjahr 2004 hatten 27 Paare immerhin 68 Jungtiere großgezogen. "Diesmal haben wir doppelt so viele Jungtiere wie im Vorjahr", sagt Awe. "Das macht Hoffnung."

Einen deutlichen Anstieg oder die Verdopplung des Jungtierbestandes wird aus vielen Storchenregionen im Land gemeldet. Experte Lothar Henschel aus Zossen warnt trotzdem vor zu viel Euphorie. "Wenn sich die Prognosen bewahrheiten, kommen durchschnittlich nicht ganz zwei Jungtiere auf ein Brutpaar", sagt er. Das wäre noch nicht einmal die natürliche Reproduktionsrate von zwei Tieren. Erst bei deutlich mehr als zwei Jungtieren könne von einem wirklich guten Jahr gesprochen werden. "Der Storch ist weiter bedroht und steht unter einem besonderen Schutz", sagt Henschel. Immerhin würden zwei Drittel aller Jungtiere sterben: etwa an Hochspannungsleitungen, an giftigem Futter auf Müllkippen auf ihrem Weg nach Afrika, weil Menschen sie abschießen oder weil sie bei schlechtem Wetter verenden.

Auch in Brandenburg ist Storchen-Liebe nicht grenzenlos. Immer wieder entfernen Hausbesitzer die Nester, weil sie keinen Vogelkot auf dem Dach wollen. Im Frühjahr sorgte dann die Gefahr der Vogelgrippe für Wirbel. "Aus Angst stießen Leute einfach Nester vom Dach", sagt LUA-Präsident Freude. Aber manche hätten aus Angst auch ihren Wellensittich verjagt. Er hofft, dass die Leute gelassener sind, wenn die Störche im Frühjahr wiederkommen. "Denn es gab nur zwei Fälle von Vogelgrippe bei Störchen, gleich am Anfang nach dem Vogelzug", sagt er. "Wie vermutet, sind Störche für Vogelgrippe kaum anfällig."

http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... 77488.html
Viele Grüße
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Holger

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mh66
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Beitrag von mh66 » 22.08.2006, 19:17

quelle: landesbund für vogelschutz in bayern e.v.

Schwarzstorch erfolgreich ausgewildert

Schwarzstorch erfolgreich ausgewildert Am 26.06.2006 erhielt die Pflege- und Auffangstation am Umweltschutz-Informationszentrum Lindenhof 2 junge Schwarzstörche, von denen einer am Flügel verletzt war. Die Schwarzstörche stammen aus einem Nest mit 3 Jungvögeln aus dem Bereich Torfmoorhölle im Fichtelgebirge, das bei einem Sturm zerstört wurde, der dritte Jungvogel wurde bei dem Sturm tödlich verletzt. Beide Vögel wurden von Mitarbeitern des Lindenhofes engagiert bis zur Flugfähigkeit gepflegt und großgezogen, in der Freiflugvoliere konnten die beiden Jungvögel ihre Flugmuskeln trainieren. Am 04.08.2006 war es dann soweit, in einem Gebiet, in dem regelmäßig Schwarzstörche beobachtet werden, konnte der erste der beiden Jungvögel ausgewildert werden. Zögerlich und sehr vorsichtig erkundete er das Feuchtgebiet. Im „Storchenschritt“ wurde sich jedes unbekannte Blatt genau angeschaut und bei Gelegenheit eine Heuschrecke vertilgt. Der junge Storch wird hoffentlich Anschluss finden und Ende September/Anfang Oktober mit anderen Schwarzstörchen in Richtung Süden ziehen. Am Tag wird er dann zwischen 100 und 250 Tageskilometer auf den Zug in sein Winterquartier zurücklegen. Ab Mitte März treffen die ersten Schwarzstörche wieder im Fichtelgebirge ein. Der zweite Schwarzstorch ist noch im UIZ Lindenhof in Pflege und wird, sobald er flugfähig ist, ausgewildert. In den letzten Jahren pflegte der Landesbund für Vogelschutz in seiner Station am UIZ Lindenhof mehr als 150 Eulen, Greifvögel und andere Großvögel wie Reiher oder Störche. Neben häufigen Arten wie Mäusebussard Sperber oder Turmfalke waren darunter auch seltene Arten wie Uhu, Rohrweihe, Wespenbussard, Wanderfalke oder Sumpfohreule.

Der Schwarzstorch ist die dunkle Ausgabe des Weißstorchs: Fast das ganze Gefieder ist schwarz gefärbt, einzig Bauch- und Achselfedern sind weiß. Daneben unterscheidet er sich auch noch in anderen Belangen: Das beim Weißstorch charakteristische Klappern lässt er fast nie hören. Sein Lebensraum liegt nicht in der Kulturlandschaft, sondern in ausgedehnten, alten und ruhigen Wäldern mit Feuchtgebieten, Mooren und Bächen; menschliche Siedlungen werden gemieden. Das Nest wird mit Vorliebe auf alten Bäumen gebaut. Deshalb wird er gelegentlich auch "Waldstorch" genannt. Sein Brutgebiet umfasst den Süden der Iberischen Halbinsel und erstreckt sich von Mitteleuropa an ostwärts in einem breiten Streifen bis nach Zentral- und Ostasien. In Oberfranken kommt der Schwarzstorch im Fichtelgebirge, Frankenwald und auch in großen Waldgebieten in der unmittelbaren Umgebung von Bayreuth vor.


Helmut Beran (Dipl.-Biol.)
Leiter BGS / UIZ Lindenhof

Thomas Steinmeyer
Mitarbeiter UIZ Lindenhof

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Pitti
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Beitrag von Pitti » 27.08.2006, 09:54

Märkische Allgemeine
24.08.2006
Storchenvater quittiert den Dienst

Altkreis Belzig/ Wilhelm Höpfner geht nach 20 Jahren

YVETTE VON GIERKE

SCHWANEBECK Ein bunter Hund ist nichts gegen Wilhelm Höpfner. Der Revierförster im Ruhestand ist im Altkreis Belzig als Storchenvater bekannt. Nach zwei Jahrzehnten schmeißt der ehrenamtliche Adebar-Betreuer hin. "Ich war mitten bei der Arbeit, da kam das Schreiben", sagt der Senior und verweist auf eine mehrseitige Arbeitsanleitung, die das Landesumweltamt Brandenburg im Juli für eine "Verortung der Horste" zugeschickt hat. Im Internet könnten die Koordinaten auf einem Luftbild ermittelt werden.

Der 71-Jährige schüttelt mit dem Kopf. Computer sind ihm fremd. "Ich müsste einen Lehrgang absolvieren und bis dahin sind die Störche über alle Berge", sagt Höpfner. Alternativ gilt das Angebot für alle PC-Laien, die Erfassung im Potsdamer Landesumweltamt durchzuführen oder die benötigten Kartenblattnummern aufzulisten. Man werde sich mühen, das Material zur Verfügung zu stellen. "Aufgrund des damit verbundenen Zeit- und Kostenaufwandes bitten wir jedoch darum, diese Anforderung weitestgehend gering zu halten", heißt es abschließend. Höpfner will keine Umstände machen und reicht drei Tage später die "Kündigung" ein. Handschriftlich erklärt er, sich außer Stande zu sehen, den Anforderungen der Datenerfassung zu entsprechen. "Ich gebe hiermit meine Tätigkeit als Betreuer der Störche im Altkreis Belzig auf." Vier Wochen sei nichts passiert und der Storchenvater zog sich von seinen Zugvögeln zurück. Schließlich klingelt das Telefon. Der Verfasser des Schreibens ist aus dem Urlaub zurückgekehrt, redet Höpfner zu, doch der lässt sich nicht umstimmen. Aus Altersgründen hätte er ohnehin bald ausscheiden wollen, sagt der Naturschützer. Ungeklärt bleibt seine Nachfolge. Neben Höpfner sind ständig drei Betreuer im Kreis Potsdam-Mittelmark im Einsatz. Sie beobachten im Schnitt 90 Brutpaare, davon sind etwa 15 um die Belziger Landschaftswiesen heimisch. Höpfner blättert in Tabellen, die er akkurat geführt hat. Vor drei Jahren waren im Altkreis Belzig 18 Storchenpaare registriert. Gebrütet haben dreizehn und insgesamt 30 Junge aufgezogen.

Geboomt hat es 2004 mit 46 Nachkommen. Aber nur halb so viele Weißstörche haben sich in der nächsten Saison vermehrt. "Jetzt fehlt mir der Überblick", sagt Höpfner und denkt an die Weggefährten in den Dörfern, die anriefen, sobald ein Glücksbringer vor Ort gelandet war. "Ich möchte allen für die Unterstützung danken." Während der Pensionär seine Zeit in Schwanebeck verbringt oder mit Gattin Jenny und Dackeldame Gera verreist, klafft eine Lücke im Betreuerfeld. Wie der Pressesprecher Achim Wersin versichert, würde die Behörde ehrenamtliche Tätigkeit fördern. "Lieber nehmen wir die Daten wie immer entgegen. Wir wollen keine überzogenen Anforderungen stellen."
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... 3/1105215/

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Helle
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Beitrag von Helle » 03.09.2006, 11:36

Storchendorf Mestlin zieht Bilanz
03.09.2006: Mestlin
Im Storchendorf Mestlin mit seinen fünf Nestern (in der gesamten
Gemeinde sind es 12) hatte Meister Adebar in diesem Jahr für mehr
Nachwuchs als im Jahr 2005 gesorgt.

Bild
Foto: M-G Bölsche

Während es wie im Vorjahr wieder zehn Alttiere waren, die die
Nester bevölkerten, waren es aber nur vier Brutpaare. In den
Nestern erblickten 12 Jungtiere das Licht der Welt, sieben mehr
als im Vorjahr. Allerdings sind zwei Tiere vorzeitig verendet, so-
dass letztlich 13 - und damit acht mehr als im Vorjahr - von ihren
Elterntieren aufgezogen wurden.

Ein Jungstorch allerdings wird seine Reise erst im nächsten Jahr
antreten. Dieses fiel aus dem Nest beim Forsthof und musste der
Naturkundlichen Station in Kläden zum Aufpäppeln übergeben
werden. Das klappte soweit ganz gut, bis der junge Adebar
seinen Erstflug absolvierte. Bei der Landung streifte er eine
Stromleitung und verbrannte sich etliche Federn. Nun wird er
erst nach der nächsten Mauser wieder fliegen und bis dahin
gut versorgt auf seine gefiederten Freunde in unseren Breiten
warten müssen.

Quelle: MVregio http://www.mvregio.de/16756.html

Näheres über Mestlin's Störche findet ihr auch in unserem Storchen-Webring auf der Homeseite!!!
Viele Grüße

Helle

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Nanni
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Beitrag von Nanni » 05.02.2007, 22:44

Das wäre doch mal einen Urlaub wert..

Storch-Straße soll Touristen locken
Im Elbtal leben rund 200 Störche. Jetzt soll ein Wanderweg Mensch und Vogel zueinanderbringen.

Hier geht es weiter http://www.abendblatt.de/daten/2007/02/03/682067.html

:lol: - Nanni
Bild Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag (Charly Chaplin)

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Helle
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Beitrag von Helle » 15.02.2007, 18:31

Landau
Pfalzwerke starten Schutzaktion für Störche


Die Pfalzwerke haben eine Aktion zum Schutz von Störchen gestartet. Stromleitungen werden mit blinkenden Bojen markiert. Rund um das südpfälzische Offenbach bei Landau leben zahlreiche Störche. Mehrere Tiere waren nach Berührung der Leitungen verendet.
Bild
Die Störche können die Stromleitungen, die in einer Höhe zwischen sieben und 33 Metern aufgehängt sind, kaum erkennen. Das Anbringen der knapp 1.000 Markierungen zwischen den Umspannwerken Landau und Maximilliansau kostet rund 40.000 Euro. Die Bojen reflektieren nach Angaben der Pfalzwerke das Licht und sollen auf diese Weise die Vögel fern halten.

Hier gehts weiter im Text

Quelle: SWR/Nachrichten
Viele Grüße

Helle

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Beitrag von Pitti » 28.02.2007, 19:00

Märkische Allgemeine
28.02.2007
Adebar unter ständiger Beobachtung
Naturfreunde montierten eine Kamera ans Nest / Einblicke von der Thälmannstraße 26 aus
BESTENSEE Wann Adebar ankommt, wann das erste Ei im Nest liegt und wann die Jungstörche das Licht der Welt erblicken – all das bleibt künfig in Bestensee kein Geheimnis mehr.

Denn seit gestern wird alles, was bei den Störchen passiert, per Kamera übertragen. Jeder, der sich dafür interessiert, kann es sich anschauen.
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Beitrag von Pitti » 28.02.2007, 19:02

Märkische Allgemeine
28.02.2007
Frühzeitige Rückkehr
Erste Störche in Brandenburg

Einer der ersten Rückkehrer in seinem Nest in Bad Freienwalde. Foto: dpa
Bad Freienwalde/Lenzen - Die ersten Störche dieses Jahres sind in Brandenburg gelandet. Nördlich von Lenzen (Prignitz) sitze bereits ein Storch auf seinem Horst, sagte Kathleen Awe vom Besucherzentrum des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) in Rühstädt heute der dpa. "Das ist ungewöhnlich früh, eigentlich erwarten wir die Störche erst Ende März/Anfang April." Auch in Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) wurde schon ein Adebar gesichtet. Nach Auskunft des Nabu-Storchenexperten Kai-Michael Thomsen spricht die ungewöhnlich frühe Ankunft dafür, dass immer mehr Störche in Spanien überwintern und nicht mehr bis nach Afrika fliegen.

"Mit dem milden Winter hat die frühe Rückkehr nichts zu tun, Störche regeln ihr Zugverhalten nach dem Sonnenstand und nicht nach den Temperaturen", sagte Thomsen. Laut Nabu ist Brandenburg mit etwa 1200 Paaren im Jahr das storchenreichste Bundesland. Bundesweit zählten die Naturschützer in den vergangenen Jahren 4000 bis 4500 Paare, sagte Thomsen. Der in Bad Freienwalde gesichtete Storch ist alljährlich einer der ersten, der nach Brandenburg zurückkehrt. "Wir vermuten, dass er sich im Winter auf den Müllkippen in Spanien ernährt", meinte Bernd Müller vom Verein "Die NaturFreunde - Regionalgruppe Oberbarnim-Oderland". Der beringte Storch lässt sich immer in einem Nest auf einem Mast nieder. "Manche Jahre gesellt sich ein Weibchen dazu, manche Jahre nicht."
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Beitrag von Pitti » 28.02.2007, 20:05

Hat jemand die "Norddeutsche Zeitung"? ich habe von einer Kollegin einen wundervollen Artikel auf Papier bekommen, leider hat sich jetzt wieder mein Scanner verabschiedet. Der Artikel ist sowas von klasse, über eine halbe Seite! Ich könnte ihn morgen faxen...., aber eben scannen nicht :-(
Es geht um die Stork Foundation, die zur Zeit sehr aktiv für die Sudewiesen werden will. In Artlenburg bei Lüneburg ist wohl auch der erste Storch wieder da. Sehr aufschlussreich und engagiert, der Artikel.

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Martha
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Beitrag von Martha » 28.02.2007, 20:20

Pitti, mit der Norddeutschen kann ich nicht diennen, aber mit einem Artikel über die Sudewiesen und die Stork-Foundation

http://www.abendblatt.de/daten/2007/02/28/697378.html
„Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ Kurt Marti
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