Tierschutz / Artenschutz

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schratine
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Komitee gegen Vogelmord

Beitrag von schratine » 31.01.2008, 12:54

PRESSEMITTEILUNG
Donnerstag, 31.Januar 2008

Malta: Streit um Frühlingsjagd geht weiter
EU-Kommission bereitet Klage vor

Brüssel/Valetta. Der Streit zwischen der EU und Malta wegen der umstrittenen Frühlingsjagd auf Zugvögel geht in die letzte Runde.
Nachdem EU-Umweltkommissar Stavros Dimas die Vogeljagd im Frühling noch vor kurzem als „Wahnsinn“ bezeichnet hatte, beschloss die Europäische Kommission gestern, ihre Rechtsabteilung mit der Vorbereitung einer Klage gegen Malta vor dem Europäischen Gerichtshof (EU-GH) in Luxemburg zu beauftragen. Hintergrund ist das in der Europäischen Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 79/409/EWG) verankerte Verbot der Jagd
auf im Frühling heimkehrende Zugvögel, gegen das Malta seit seiner Mitgliedschaft in der EU bisher jedes Jahr verstoßen hat. Damit wurden nicht nur die Bestände bedrohter Vogelarten, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Kommission als Hüterin der europäischen Umweltgesetzgebung gefährdet. Nach jahrelangen Protesten und einer von mehr als 200.000 Europäern unterstützten Petition des Komitees gegen den
Vogelmord und des Belgischen Vogelschutzbundes kommt nun endlich Bewegung in den Fall. Nach einem Bericht der „Times of Malta“ hat die Kommission auf ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, den Fall vor das Gericht in Luxemburg zu bringen. Gleichzeitig sollen die maltesischen Behörden – so eine Quelle aus dem Umfeld der Kommission gegenüber der „Times“ – durch eine Verfügung des EU-GH daran gehindert werden, bis zum Abschluss des Verfahrens erneut eine Jagdzeit zu genehmigen. „Die Zeit
des Bittens und Drohens ist damit vorbei. Nun muss die Kommission zeigen, dass die Vogelschutzrichtlinie kein Papiertiger ist“, begrüßt Komiteepräsident Heinz Schwarze die Entscheidung. Gleichzeitig kündigte er an, dass das Komitee im kommenden April erneut mit zahlreichen Aktivisten ein sog. „Vogelschutzcamp“ auf Malta durchführen wird. Ziel
des Einsatzes ist die Dokumentation von Wilderei und die Überführung von
Jägern, die gegen Schutzbestimmungen verstoßen.

Weitere Informationen zum Thema Frühlingsjagd gibt es auf der Homepage
des Komitees gegen den Vogelmord:
http://www.komitee.de/index.php?maltabeitritt

Den Bericht der Times of Malta gibt es hier:
http://www.timesofmalta.com/articles/vi ... pean-court
--
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Aktionsgemeinschaft für Tier- und Artenschutz
Bundesgeschäftsstelle
Auf dem Dransdorfer Berg 98, 53121 Bonn, Germany

Tel.: +49 228 66 55 21
Fax : +49 228 66 52 80
Email: komitee@komitee.de

Internet: http://www.komitee.de
http://www.artenschutzbrief.de

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schratine
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Komitee gegen den Vogelmord e.V.

Beitrag von schratine » 31.01.2008, 13:11

Komitee gegen den Vogelmord e.V.
PRESSEMITTEILUNG
28.Januar 2008>

Disternich: Vergiftete Greifvögel und kein Ende
Jagdpächter unter Verdacht>

Düren. Die Serie illegaler Greifvogelverfolgungen in einem Jagdrevier bei Disternich (Kreis Düren) reißt nicht ab. Nachdem dort bereits im letzten Jahr zahlreiche vergiftete Vögel und Vorrichtungen zum Lebendfang von Habichten gefunden wurden, entdeckten Vogelschützer dort am Freitag erneut zwei offensichtlich vergiftete Mäusebussarde und einen Fleischköder.
„Beide Bussarde waren frisch tot und wiesen eindeutige Anzeichen einer Vergiftung auf“, berichtet Biologe Axel Hirschfeld, der die Tiere bei Kartierungsarbeiten entdeckte. Einer der Bussarde hing in etwa 3 Meter Höhe in einem Obstbaum, etwa 20 Meter von dem anderen Tier entfernt, das direkt neben dem Köder auf dem Acker lag. Die sofort alarmierte Einsatzzentrale der Polizei in Düren schickte einen Streifenwagen, dessen Besatzung die Tiere einsammelte und den mutmaßlichen Giftköder für weitere Analysen sicherstellte.

Beim „Tatort“ vom Freitag handelt es sich nach Angaben des Bonner Komitees gegen den Vogelmord um exakt den selben Acker, auf dem bereits im Januar 2007 zehn mit dem Insektizid „Carbofuran“ versetzter Hühnereier und ein damit vergifteter Bussard gefunden wurden. Damals konnte der Jagdpächter des Revieres von Zeugen dabei beobachtet und gefilmt werden, wie er den vergifteten Vogel über das Feld trug und anschließend einen in der Nähe aufgestellten Habichtfangkorb – eine illegale Falle für den Greifvogelfang – aufsuchte. Gegen den Jäger wurde von der Staatsanwaltschaft Aachen ein Strafverfahren wegen Verdacht auf illegale Greifvogeltötungen eingeleitet, das bis heute läuft.
Das im letzten Jahr in Disternich verwendete Gift Carbofuran ist nach Angaben des Komitees hochgefährlich und auch für Menschen lebensbedrohend.
Hundebesitzern wird deshalb geraten, ihre Tiere im Raum Disternich vorerst nur angeleint spazieren zu führen. Wer weitere Fleischköder oder vergiftete Vögel findet, sollte dies entweder direkt an die Polizei oder an die Geschäftsstelle des Komitees (Tel.: 0228/665521) in Bonn melden.

FOTOMATERIAL VORHANDEN:
Motive: Tote Tiere, Köder, Polizisten am Tatort. Versand per Email auf Anfrage.

V.i.S.d.P.: Komitee gegen den Vogelmord, Alexander Heyd, A.d.Dransdorfer
Berg 98, 53121 Bonn, weitere Informationen: Tel. 0228/665521 Mobil 0172 2191542

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lukasius
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Re: Tierschutz / Artenschutz

Beitrag von lukasius » 31.01.2008, 13:19

So eine Riesensauerei!! Was gibt es doch für skrupellose Menschen! :x:

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Pitti
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Re: Tierschutz / Artenschutz

Beitrag von Pitti » 04.02.2008, 21:01

Mal eine schönere Meldung....
Märkische Allgemeine
04.02.2008
Falkenpärchen fand im Kirchturm neues Zuhause
Junge Naturwächter bauten Nistkasten und dachten sogar an eine „Landebahn“


FRIEDERSDORF -

Das war ein spannender Tag für Sarah, Tina, Janine, Benedikt, Rico und Patrick. Sie brachten am Samstagnachmittag im Friedersdorfer Kirchturm einen neuen Brutkasten für ein Falkenpärchen an.

Die Grundschüler aus Prieros gehören zu den Junior Rangern der Naturwacht Dahme-Heideseen. „Die erste Schülergruppe begann 1998 zu arbeiten. Sie wird von der Naturwacht, unterstützt vom Naturschutzbund Dahmeland, angeleitet“, erklärte Sabine Schmidt, die als Rangerin im Naturpark arbeitet und für die Gruppe verantwortlich ist.

Sie erzählte, dass die Kinder im vergangenen Jahr bei der Aktion „Erlebter Frühling“ sich mit dem Turmfalken beschäftigt hatten. Sie beobachteten auch das Pärchen mit seinen sechs Jungen in der Friedersdorfer Kirche. „Gemeinsam mit Pfarrer Sven Tiepner beschlossen wir, den alten Brutkasten zu ersetzen“, so Schmidt.

Tatkräftige Unterstützung erhielten sie dabei von Jens Dähne. Seine beiden Kinder sind ebenfalls bei den Junior Rangers, und der Vater freute sich, helfen zu können. Gemeinsam mit den kleinen Naturwächtern baute er den neuen Nistkasten. Samstag wurde er mit vereinten Kräften zusammengeschraubt und dann ging es ab in die Kirche. Der Pfarrer trug den Holzkasten die engen Treppen zum Turm hinauf.
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liana
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Re: Tierschutz / Artenschutz

Beitrag von liana » 04.02.2008, 21:55

Ach ja,liebe Pitti-solche schönen+positiven Artikel sind richtig Balsam für die Seele..
Danke dafür!
Liebe Grüße von Liana
Der Mensch ist das einzige Wesen,das errötet. Er ist auch das einzige Lebewesen,das Grund dazu hat.

William Faulkner

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Pitti
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Re: Tierschutz / Artenschutz

Beitrag von Pitti » 08.03.2008, 11:51

Märkische Allgemeine
08.03.2008/ 00:00
NATUR: Masten, die zu Horsten werden
Der Energieversorger Eon-Edis schafft Nistmöglichkeiten für Fischadler, Störche und Eulen


RATHENOW - Fast überall, wo es machbar ist, hat der Energieversorger Eon-Edis seit der Wende seine Freileitungen unter die Erde verlegt. Dabei kam es immer wieder vor, dass sich Horste von Fischadlern oder Störchen auf den Masten befanden. Dann sind diese natürlich stehen geblieben – nur zum Nisten, auch wenn sie gar keine Leitungen mehr tragen. „Im vergangenen Jahr haben wir die Mittelspannungsleitung zwischen Ferchesar und Stechow verkabelt“, berichtet Benno Felsch, Leiter des Regionalbereichs Havel-Dosse von Eon-Edis, „da haben wir auf freiem Feld einen Stahlgittermast stehen gelassen, weil dort ein Fischadlerpaar nistet.“

Die Fischadlerbestände des Landes Brandenburg haben sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Und es gibt den begründeten Verdacht, dass das auch an den Strommasten liegt. „Nach allem, was wir wissen“, sagt René Riep vom Naturschutzbund (Nabu) Westhavelland, „nisten alle Fischadlerpaare in unserer Region auf Energiemasten.“ Um die 20 Paare seien registriert und eine Baumbrut sei derzeit gar nicht bekannt. ...(Von Bernd Geske)
ganzer Artikel

++++einige Horste kennen Holger und ich bereits und haben sie auch schon fotografiert+++++

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Holger
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Re: Tierschutz / Artenschutz

Beitrag von Holger » 26.03.2008, 11:11

Lübecker Nachrichten vom 26.03.08

Steinkäuze bei Arfrade ausgewildert,
Eulenschutz geht neue Wege


hier lesen


© Lübecker Nachrichten
Viele Grüße
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Holger

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Re: Tierschutz / Artenschutz

Beitrag von Pitti » 02.04.2008, 20:42

Märkische Allgemeine
02.04.2008/ 11:56
Aktionstag zum Schutz der Biodiversität
Artenvielfalt hat sich in Brandenburg verringert

Potsdam - Die Artenvielfalt ist auch in Brandenburg seit der Wende stark zurückgegangen. Trotz aller Bemühungen und zahlreicher Programme sei die Abkopplung vom allgemeinen Trend nicht gelungen, sagte Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) heute in Potsdam.
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Re: Tierschutz / Artenschutz

Beitrag von Pitti » 07.04.2008, 21:29

Ich stelle folgenden Artikel mal nur verlinkt ein, da ich euch leider nicht das Bild dazu bieten kann. Ich möchte nur drauf aufmerksam machen. Wenn ich mal solche Lampe entdecke, mache ich nach Möglichkeit ein Foto.
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... chutz.html

Ich frage mich jetzt erst recht, wenn selbst solche verhältnismäßig kleinen Lampen die Tiere verunsichern, was soll das dann bei einer Fehmarnbelt-Brücke werden - quer durch die Vogelzuglinie?

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schratine
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Re: Tierschutz / Artenschutz

Beitrag von schratine » 07.04.2008, 21:58

http://www.potsdam-foto.de/strassen/strassen.htm

Auf dieser Seite sind die verschiedenen Laternen zu sehen, sicher auch die fragliche ?!?!
Bild Liebe Grüße senden Schratine und Hans

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