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Re: Wölfe in Deutschland

Verfasst: 14.02.2010, 21:06
von Holger
Der Tagesspiegel, 14.02.10

Mit der Lieberoser Heide gibt es jetzt sieben Wolfsreviere in der Region. Nicht alle Tiere leben im Rudel.

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(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 14.02.2010)
Copyright 2009 © Der Tagesspiegel

Re: Wölfe in Deutschland

Verfasst: 21.02.2010, 18:48
von Holger
Presse NABU Schleswig-Holstein
18.02.2010

"Willkommen Wolf" jetzt in Schleswig-Holstein?

NABU bewertet vermeintliche Wolfsbeobachtungen zurückhaltend

Der NABU bewertet aktuelle Hinweise auf Wolfsvorkommen in Schleswig-Holstein deutlich zurückhaltend. Dass fast 200 Jahre nach dem letzten Wolfsnachweis in Dänemark dieser ausgerechnet in dem von den nächstgelegenen Vorkommen in Ostdeutschland und Polen weit entfernt liegenden deutsch - dänischen Grenzgebiet aufgetaucht sein soll, ist für den NABU eher unwahrscheinlich. In Schleswig-Holstein einem freilebenden Wolf direkt zu begegnen bleibe ähnlich wahrscheinlich, wie im Lotto einen Sechser zu haben. Der im Jahr 2007 bei Eutin überfahrene Wolf zeigt aber, dass die Tiere in seltenen Fällen auch hierzulande auftauchen können.

Der NABU hat gerade in den letzten Winterwochen mehrfach Hinweise auch von Spaziergängern erhalten, denen zufolge in verschiedenen Teilen Schleswig-Holsteins Tiere beobachtet worden seien, die nach den Angaben der Beobachter Ähnlichkeiten mit einem Wolf gehabt hätten. Die meisten Hinweise blieben aber bei einer Überprüfung durch Experten zu unkonkret. Bei Dunkelheit und auf größere Distanz spielt die eigene Wahrnehmung auch versierten Beobachtern oftmals einen Streich.

Lediglich für das Grenzgebiet zu Mecklenburg-Vorpommern gibt es Hinweise auf Risse von Rehen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit tatsächlich auf einen Wolf hindeuten könnten. Gerade männliche Tiere machen sich mit Erreichen der Geschlechtsreife auf die Suche nach neuen, noch unbesetzten Revieren und können dabei sehr weite Entfernungen zurücklegen. Der Verkehr stellt in Schleswig-Holstein, dem am stärksten von Straßen zerschnittenen Flächenland der Bundesrepublik, nach wie vor aber die größte Gefahr für die vierbeinigen Wanderer dar. Daher fordert der NABU erneut den Bau von Wildbrücken über Autobahnen und andere stark befahrene Hauptverkehrsstraßen. Diese kommen dabei auch anderen Tierarten zugute.

Der NABU weist in diesem Zusammenhang vorsorglich auf den besonderen Schutzstatus des hierzulande vor etwa 150 Jahren ausgerotteten Wolfs hin. Der Wolf ist das am strengsten geschützte Wildtier Europas und unterliegt nicht dem Jagd-, sondern ausschließlich dem Naturschutzrecht. Es ist verboten, ihm nachzustellen oder ihn mutwillig zu stören. Trotzdem wurden bis in die jüngste Vergangenheit in den östlichen Bundesländern wiederholt Wölfe illegal abgeschossen; die Täter wurden teilweise zu erheblichen Strafen verurteilt.

Um überkommene Vorurteile abzubauen und Verständnis für diesen Beutegreifer zu fördern, klärt der NABU mit seiner bundesweiten Kampagne "Willkommen Wolf!" seit einigen Jahren über die Lebensweise des scheuen Wildtiers auf. Dabei wird vor allem auf die Erfahrungen aus Sachsen und Brandenburg gesetzt, wo Wölfe sich seit einigen Jahren etabliert haben und ein Nebeneinander von Wolf und Mensch erwiesenermaßen möglich ist. Für einen regelrechten Wolfsalarm wie er aus Dänemark zu vernehmen ist, gibt es derzeit kaum einen Grund. Ob angesichts des dichten Straßen- und Siedlungsnetzes auch in Schleswig-Holstein überhaupt eine dauerhafte Ansiedlung des Wolfs zu erwarten ist, bleibe abzuwarten. Sollte sich tatsächlich ein Wolf in Schleswig-Holstein aufhalten, hofft der NABU, dass ihn nicht das selbe Schicksal wie dem im Jahr 2007 bei Eutin überfahrenen Tier ereilt.

Herausgeber: NABU Schleswig-Holstein, Färberstraße 51, 24534 Neumünster,
Redaktion: NABU Schleswig-Holstein, Pressestelle, Ingo Ludwichowski (verantwortlich)
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Re: Wölfe in Deutschland

Verfasst: 20.10.2010, 18:54
von Holger
Naturschutz aktuell - NABU-Pressedienst
18.10.2010

Reichlich Wolfsnachwuchs in der Lausitz


Sechs Wolfsfamilien bringen 26 Welpen zur Welt

Rietschen – Der NABU fördert mit seinem Projekt „Willkommen Wolf!“ seit vier Jahren das Verständnis für den Wolf und begleitet dessen Einwanderung nach Deutschland – mit Erfolg, wie die diesjährige Welpenzählung der freilebenden Wölfe ergab: Im September 2010 wies das sächsische Wolfsmanagement in der Lausitz, wo die meisten Tiere leben, sechs Wolfsfamilien und zwei Wolfspaare ohne Welpen sicher nach. Insgesamt wurden in den Rudeln 26 Welpen gezählt. „Wir freuen uns über den Nachwuchs. Diese Welpen sind die Väter und Mütter der Wolfsrudel von morgen in den vielen noch unbesiedelten wolfsgeeigneten Regionen Mittel- und Süddeutschlands“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Außer bei einem Rudel, bei dem mindestens drei Welpen durch Spuren bestätigt werden konnten, gelang der Nachweis der Welpen mit Fotofallen oder Filmaufnahmen. Das brandenburgische Rudel zieht dabei mit sechs Welpen den meisten Nachwuchs groß. Im sachsen-anhaltinischen Altengrabow gelang der derzeit einzige sicher bestätigte Wolfsnachwuchs außerhalb der Lausitz. Noch ausstehend sind die Bestätigungen von den drei südbrandenburgischen Wolfspaaren in Lehnin, Jüterbog und Lieberose.

„Mit dem Nachwuchs gibt es nicht automatisch mehr Wölfe im Wolfsgebiet“, sagte NABU-Wolfsexperte Markus Bathen, „denn im Alter von ein bis zwei Jahren wandern die meisten Jungtiere ab, was zu einer Zunahme in der Fläche, jedoch nicht zu einer Konzentration in einem Revier führt.“ Durch Abwanderung der Jährlinge und Geburt der Welpen bleibt die Zahl der Wölfe innerhalb eines Rudels relativ konstant. Die meisten Jungtiere wandern im Alter von ein bis zwei Jahren aus dem elterlichen Territorium, auf der Suche nach einem Paarungspartner und einem eigenen Revier, ab. Dabei können sie mehrere tausend Kilometer zurücklegen, wie ein junger Rüde aus der Lausitz zeigte, der bis nach Weißrussland lief. Sein Bruder dagegen nutzte eine noch bestehende Lücke im Lausitzer Wolfsgebiet, um hier sein eigenes Territorium zu etablieren.

In die Fernwanderer, die Tiere mit dem Drang weiter westwärts zu laufen, setzt der NABU seine Hoffnung bei der Entstehung neuer Rudel in anderen deutschen Regionen und damit der Festigung des europäischen Wolfsbestandes.

Für Rückfragen:
Markus Bathen
NABU-Projekt „Willkommen Wolf!“
Tel. mobil 0172-6453537

Pressefotos
Mehr zum Nachwuchs 2010
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Herausgeber: NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 10108 Berlin
Redaktion: NABU-Pressestelle, Kathrin Klinkusch & Britta Hennigs
Presse@NABU.de, Tel. 030-284 984-1510 und -1500, Fax -2500

Re: Wölfe in Deutschland

Verfasst: 03.11.2010, 18:23
von Holger
Naturschutz aktuell - NABU-Pressedienst
03.11.2010

Wolfsrüde stirbt im Straßenverkehr

Zukunft des Brandenburger Rudels ungewiss

Berlin/Spremberg - Am vergangenen Freitag wurde der Rüde des Welzower Wolfsrudels in Südbrandenburg offenbar durch einen Zusammenstoß mit einem Auto getötet. Der leblose Körper des Tieres wurde von einer Passantin an der B 97 nördlich von Spremberg gefunden, Sie verständigte die Polizei, die den bedauerlichen Fund dem Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) meldete, das weitere Untersuchungen veranlasste. Der tote Rüde soll nun im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung obduziert werden.

„Der Verlust des Wolfes hat uns wieder vor Augen geführt, wie gefährlich der Straßenverkehr auch für seltene und bedrohte Tierarten ist. Der NABU setzt sich seit längerem dafür ein, dass Korridore und Brücken für wandernde Wildtierarten bei der Verkehrsplanung berücksichtigt werden“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der Verkehrstod sei die häufigste nichtnatürliche Todesursache bei Wölfen und rangiere damit vor bekannten illegalen Abschüssen. Seit 2000 sind auf Deutschlands Straßen zehn Wölfe im Straßenverkehr umgekommen. Dieser Wolf war jedoch das erste Elterntier unter den Opfern.

„Mit dem Verlust des Vatertieres ist die Zukunft des einzigen brandenburgischen Rudels bei Welzow ungewiss. Da Wolfspaare monogam ihr Rudel als Familie führen, muss sich bei der zurück bleibenden Fähe erst ein neues Männchen einfinden, damit die Existenz der Familie weiterhin gesichert ist“, sagte NABU-Wolfsexperte Markus Bathen. Angesichts der fünf weiteren Rudel in der sächsischen Lausitz bestehe jedoch Hoffnung, dass diese Lücke geschlossen werde. Der Verlust des Vatertieres bedeute für die Welpen des Rudels den Wegfall eines Versorgers. Die im Rudel lebenden Jährlinge können jedoch als erfahrene Geschwister bei der Aufzucht helfen.

Beim dem toten Rüden handelt es sich um einen dreibeinigen Wolf. Trotz seines Handicaps war der Vater von zwei Welpenwürfen ein vitales und gesundes Tier, das seine Familie versorgt hat. Das Welzower Rudel ist wesentlich für den Erhalt der deutsch-westpolnischen Wolfspopulation.

Für Rückfragen:
Markus Bathen
NABU-Wolfsexperte
Tel. mobil 0172-6453537

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Re: Wölfe in Deutschland

Verfasst: 26.11.2010, 21:02
von Holger
Ach wäre das schön, nur einen winzigen Blick erhaschen zu können!!

Volksstimme, 26.11.2010
Wölfin zieht an Landesgrenze neun weitere Welpen groß


Nachwuchs auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow im Jerichower Land gesichtet
Wölfin zieht an Landesgrenze neun weitere Welpen groß
Von Anja Guse

Elf Wölfe, darunter neun Welpen, leben auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow (Jerichower Land). Nahezu täglich findet Klaus Puffer, Wolfsexperte des zuständigen Bundesforstbetriebes, ihre Losungen und Spuren. Acht Jungtiere tappten kürzlich sogar in eine Fotofalle. Nächstes Jahr sollen zwei Tiere einen Sender erhalten, mit dem ihr Jagdrevier besser erforscht werden kann.....>>> weiterlesen

© Volksstimme.de 2010

Zwei Tiere sollen einen Sender bekommen.....für Senderauswertungen und Peilungen könnte doch ich.....
Sorry, da galoppiert ein Wunschtraum mit mir durch
:lol:

Re: Wölfe in Deutschland

Verfasst: 19.01.2011, 19:19
von Joachim E.
Auch meine Heimatgemeinde Watzenborn-Steinberg in Mittelhessen hat nun einen Wolf.
Mehrfach wurde das Tier gesichtet, nun ist eine Haarprobe analysiert, es ist definitiv ein Wolf.
HR-Online berichtet:
http://www.hr-online.de/website/rubrike ... t_40625897

Kleine Anmerkung: er wurde nicht "bei Giessen" gesichtet, sondern in Leihgestern und Watzenborn-Steinberg, zwei Orte, die zusammen dreimal so alt sind wie Giessen, wir hatten hier schon Wölfe, da gab es Giessen noch garnicht!

:-)

Joachim und Röslein

Re: Wölfe in Deutschland

Verfasst: 19.01.2011, 22:16
von Helle
der Wolf ist ein faszinierendes 'Wesen, er richtet in seiner Umgebung einigen Schaden an, läßt sich nicht unterkriegen und geht stetig seinen Weg..... Ist er zu verdammen oder kann man ihn gut heißen? Ich meine, er ist ein Stück Natur......

Re: Wölfe in Deutschland

Verfasst: 17.03.2011, 12:37
von Holger
mz.web, 16.03.11

Wölfin trägt nun Senderhalsband

Altengrabow/Halle (Saale)/dpa. Eine Wölfin, die auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow (Jerichower Land) lebt, trägt jetzt ein Senderhalsband. Zwei Biologinnen konnten das 27 Kilogramm schwere Tier fangen und den Sender anbringen, teilte das Landesamt für Umweltschutz am Mittwoch....>>> weiterlesen

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