Wölfe in Deutschland

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Idefix
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von Idefix » 13.11.2007, 14:22

Holger hat geschrieben:
Bronco hat geschrieben:.....
Schade das es immer ins ironische geschrieben wird.
Eine vernünftige Diskussoion wäre mir lieber....
Tut mir leid, ich sehe nichts wirklich ironisches in den Beiträgen.
Ein "ironischer" Satz kann doch auch mal die Diskussion entspannen.
Jetzt staune ich aber... Ich finde es jedenfalls nicht entspannend, wenn die Beiträge von anderen ins Lächerliche gezogen werden. Für mich ist das Thema damit erledigt.

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Bronco
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von Bronco » 13.11.2007, 16:44

Holger schrieb:Im Übrigen klagen die Förster allerorts über zuviel Wildverbiss weil es zuviel Rehe und Hirsche pro Qkm gibt. Klar, es fehlt an natürlichen Feinden, die es früher noch gab und das Gleichgewicht einigermaßen hergestellt war....auf natürlich Weise.




Wenn dem so ist, warum holen sich die Wölfe denn heute schon die Schafe....
Sie sind klug, denn an diesem Futter kommt man leichter dran.
Schafe und anderes kleine Getier sind nicht so schnell wie ein Reh.
Die Nahrungbeschaffung wird leichter, es erfolgt ein effizienteres Jagen. :?
Wer seinen Feind umarmt, macht ihn Bewegungsunfähig.

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Holger
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von Holger » 13.11.2007, 17:08

Welt Online vom 13.11.07, Newsticker 11:41
Nabu und Jäger wollen rückkehrende Wölfe, Elche und Luchse schützen

Potsdam (dpa/bb) - Die in Brandenburg vor Jahren ausgerotteten Tierarten Elch, Wolf und Luchs sollen bei einer Rückkehr ins Land einen besonderen Schutz genießen. Der Brandenburger Naturschutzbund (Nabu) und der Landesjagdverband wollen >> weiter
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Bronco
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von Bronco » 13.11.2007, 17:17

Holger hat geschrieben:Welt Online vom 13.11.07, Newsticker 11:41
Nabu und Jäger wollen rückkehrende Wölfe, Elche und Luchse schützen

Potsdam (dpa/bb) - Die in Brandenburg vor Jahren ausgerotteten Tierarten Elch, Wolf und Luchs sollen bei einer Rückkehr ins Land einen besonderen Schutz genießen. Der Brandenburger Naturschutzbund (Nabu) und der Landesjagdverband wollen >> weiter

Ja, sie wollen, das wieder die alten Strukturen aufgebaut werden, aber es ist nicht durchzuführen....die Problematik kommt ja erst noch.

Wir werden persönlich, so hoffe ich doch, in den nächsten Jahrzehnten wissen, wie es sich wirklich entwickelt.
Ich bin und bleibe da skeptisch.
:? :? :?

Ich danke dir und den anderen für den interessanten Meinungsaustausch. 8++)
Zuletzt geändert von Bronco am 13.11.2007, 17:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Holger
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von Holger » 13.11.2007, 17:26

Bronco hat geschrieben: Wenn dem so ist, warum holen sich die Wölfe denn heute schon die Schafe....
Sie sind klug, denn an diesem Futter kommt man leichter dran.
Schafe und anderes kleine Getier sind nicht so schnell wie ein Reh.
Die Nahrungbeschaffung wird leichter, es erfolgt ein effizienteres Jagen. :?
Jedes Lebewesen geht den leichtesten Weg der ihm geboten wird. Warum brechen Füchse in Hühnerställe ein, oder Wiesel, warum hat Bruno der Bär Schafe gerissen???

Diese Art der Beutebeschaffung macht sich doch fast jeder Beutegreifer (ich scheue das Wort Raubtier!!, denn es ist keins) zu Nutze wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Aber davon auszugehen, der Wolf falle nun alle Schafherden an ist doch eine Hypothese und einseitig betrachtet.
Der Wolf ist ein Allesfresser, von der Maus, kleineren Säugern über Aas bis zu lebenden größeren Säugetieren. Das Sie auch mal Schafe, junge Rinder o.ä. schlagen, liegt in der Natur des Wolfes. Das will ich auch keineswegs abstreiten oder verharmlosen.
Viele Grüße
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Pitti
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von Pitti » 13.11.2007, 19:34

Idefix hat geschrieben: Pitti, ich akzeptiere Deine Meinung, aber den letzten Satz hättest Du Dir sparen können. Der war wohl überflüssig!
Ide, du hast recht, der ist überflüssig, nun steht er aber da. Heute morgen dachte ich es mir auch noch so beim Aufwachen, naja, tut mir leid. Aber er entstand einfach aus dem Gefühl heraus, dass zur Zeit vieles heißer gekocht als gegessen wird. Verstehst du, was ich meine? Wir haben keine Invasion, sondern nur ein paar Einzeltiere, von denen dann sogar noch einige getötet werden, wie auch immer.

Nein, ich habe meinen Beitrag nicht ironisch gemeint, sondern sehr ernst. ok, der Satz war dann schon etwas zynisch. Aber im Grunde meine ich das ernsthaft so, wie alles andere da steht. Der Mensch macht so viel kaputt und beschwert sich, wenn die Natur einfach ist, was und wie sie ist. So war das gemeint. Ohne Ironie oder sonstiges...
bronco hat geschrieben:Ein Wolf benötigt, ein sehr erfahrener Experte , schrieb mal, es seien so ca. 700 Kilo pro Kopf im Jahr. Wo soll das auf die Dauer herkommen, wie sollen sich dann weit grössere Rudel ernähren?
Das wäre im Idealfall ein Hirsch pro Tier im Jahr, ok, 1,5 vielleicht. ok, bei Rehen wäre es etwas mehr.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hirsche#Allgemeines
Aber es scheint genug Wild da zu sein:
http://www.moz.de/index.php/Moz/Article ... /id/207740
Der Wolf geht schwache Beute an, dazu gehört leider auch mal ein Schaf, das kann schon sein. Aber über wildernde Hunde habe ich in den letzten Monaten mehr gelesen, als über Wölfe.
Aber ansonsten hast du recht, Bronco, warten wir es ab, vielleicht muss ich auch irgendwann meine Meinung ändern, vielleicht müssen das auch diejenigen, die bisher skeptisch sind. Das kann zur Zeit keiner sagen.

Ich hoffe, so auch ein wenig das Missverständnis aufklären zu können und wieder friedlichen Meinungsaustausch zu ermöglichen. Diskussion und verschiedene Meinungen ist doch ok, oder?

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Bronco
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von Bronco » 13.11.2007, 20:53

Pitti....ich bin ganz deiner Meinung wir müssen ja nicht :box: :lol:
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von Idefix » 13.11.2007, 20:57

Pitti hat geschrieben:
Ich hoffe, so auch ein wenig das Missverständnis aufklären zu können und wieder friedlichen Meinungsaustausch zu ermöglichen. Diskussion und verschiedene Meinungen ist doch ok, oder?

Ok Pitti, der Meinung bin ich auch. Und es war ja nicht nur Dein Satz, den ich unpassend fand. Zwischen uns sollte wieder alles geklärt sein.

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pine
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von pine » 16.11.2007, 07:40

Quelle: Sächsische Zeitung
Donnerstag, 15. November 2007

Pannen bei Suche nach Wolfstöter
Von Ralf Krüger

Abstimmungsprobleme behindern die Aufklärung im Fall des im Spreewald erschossenen Tieres.

Knapp drei Monate ist es her, dass in der Rochauer Heide bei Luckau ein toter Wolf gefunden wurde. Doch die Ermittlungen sind blockiert, weil zwei Behörden sich streiten. Während die Staatsanwaltschaft Cottbus zunächst erklärte, die im Körper der Wölfin gefundenen Geschosspartikel würden durch das Landeskriminalamt Brandenburg untersucht, herrscht dort Unverständnis: „Wir haben keine Geschossteile, sondern nur einen Bericht der Universität Rostock. Damit können wir nicht viel anfangen und sind auch nicht dafür zuständig, dass das Material zu uns kommt“, sagt Behördensprecherin Bärbel Cotteweiß.

Mehrere Ungereimtheiten

Rolf Jaeger von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe (GzSdW), ist empört: „Es kann nicht sein, dass die Sache schleift, weil zwei Ermittlungsbehörden nicht richtig miteinander kommunizieren.“ Die GzSdW hatte Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz gestellt. Auch der Luckauer Oberförster Christoph Mertzig, in dessen Revier der tote Wolf gefunden wurde, ist darüber überrascht. Er hatte im Umfeld des Fundortes Jäger befragt, die dort auf die Pirsch gehen, allerdings ohne Ergebnis.

Es ist nicht die erste Ungereimtheit in dem Fall. Nachdem die Wölfin am 15. August in einem Waldstück gefunden wurde, hieß es zunächst, sie sei bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen (die SZ berichtete). Erst nach Tagen wurde bekannt, dass das streng geschützte Tier geschossen wurde. „Da war es zu spät, den Fundort nach weiteren Geschossteilen zu untersuchen“, so Cotteweiß.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 15.11.07
Tschöö ... die pine

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Pitti
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Re: Wölfe in Deutschland

Beitrag von Pitti » 19.11.2007, 18:49

Märkische Allgemeine
19.11.2007
Keine Angst vor dem "bösen Wolf"
Naturschutzbund und Jäger schützen Wölfe, Elche und Luchse

POTSDAM Wolf, Elch und Luchs sollen bei ihrer Rückkehr nach Brandenburg einen besonderen Schutz genießen. Dafür sprachen sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesjagdverband in einem am Samstag verabschiedeten Papier aus. "Um Konflikten vorzubeugen, sind aktuelle Managementpläne für Wolf und Elch erforderlich", betonte Nabu-Landesvorsitzender Tom Kirschey. Neben einer wissenschaftlichen Begleitung der Wiederansiedlung der einst ausgerotteten Arten müsste durch verstärkte Information der Bevölkerung etwa die Angst vor dem "bösen Wolf" genommen werden.
weiter

Potsdamer Neueste Nachrichten
gedruckte Ausgabe vom 19.11.2007 Ressort: Brandenburg - Berlin
Wölfe sind willkommen
Naturschutzbund und Jagdverband in Brandenburg einigten sich auf gemeinsames Vorgehen

Von Erhart Hohenstein

Potsdam - Im „Wolfsstreit“ haben der Naturschutzbund (NABU) Brandenburg und der Landesjagdverband das Kriegsbeil begraben. Während der NABU-Landesvertreterversammlung unterzeichneten beide Seiten am Samstag im Potsdamer Haus der Natur eine gemeinsame Erklärung „zur Rückwanderung ausgerotteter Großsäugetiere“. Darin wird die natürliche Rückkehr des Wolfs, aber auch anderer ausgerotteter Arten wie Elch und Luchs begrüßt. Ist das für den Luchs noch Zukunftsmusik, scheint der Elch bereits auf dem Weg zurück nach Brandenburg. In diesem Jahr wurden bereits mehrere Exemplare gesichtet.

Vor wenigen Monaten waren NABU und Jagdverband noch weit von einem gemeinsamen Standpunkt entfernt. Nachdem sich vom Nordosten Sachsens aus in diesem Jahr ein Wolfsrudel in Südbrandenburg ansiedelte, das sogenannte Zschornoer Rudel, hatten besonders Jäger und Bauern gegen den „grauen Räuber“ Front gemacht. Sie sahen in ihm einen Konkurrenten bei der Jagend auf Reh, Hirsch und Wildschwein und eine Gefahr für Haustiere. Auch die Furcht vor dem Raubtier, das sogenannte „Rotkäppchen-Syndrom“, spielt bei Bewohnern der Zschornoer Heide unweit Sprembergs eine Rolle.
weiter

Zitat:"....Um Konflikten vorzubeugen, sei eine Aktualisierung des vor einigen Jahren vom Landesumweltamt vorgelegten Managementplans für den Wolf erforderlich. Naturschützer und Jäger befürworten Entschädigungsregelungen und die Förderung von Schutzmaßnahmen für Schafhalter. Dringend notwendig sei eine wissenschaftliche Begleitung, um die Rückwanderung genau verfolgen zu können und zu beobachten, wie sich die Tiere in unserer Kulturlandschaft verhalten...."

+++++Das fände ich persönlich sehr gut!++++++

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